Ankündigung:

Handlungsanleitung für artgerechte

Bienenhaltung mit Pseudoskorpionen

Ab sofort erhältlich!

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Eine Handlungsanleitung für alle Imker und Imkerinnen, die Bücherskorpione zur Varroabekämpfung einsetzten möchten, ist nun veröffentlicht. Die leicht verständliche, mit vielen Beispielen und Bildern versehene Anleitung, ist ein Leitfaden, für die erfolgreiche Rebesiedelung der Bienenstöcke, mit diesen nützlichen Symbionten.  Alle gewonnenen Erkenntnisse, aus nun mehr zehn Jahren spannender Bücherskorpionforschung, sind in diese Zusammenfassung mit eingeflossen.

Die Handlungsanleitung enthält alles Wissenswerte über die Biologie, Aufenthaltsorte, das Fangen, Zucht und die Integrationsvoraussetzung für Pseudoskorpione. Darüber hinaus werden alle FAQ`s (oftmals an uns gerichtete Fragen) zum Thema, aufgegriffen und beantwortet.

 

Prof. Dr. Jürgen Tautz bezüglich der Handlungsanleitung:

 

„Wie jeder Organismus ist auch die Honigbiene eingebettet in ein hochkomplexes Netzwerk, das sie mit anderen Lebewesen verbindet. In der Wahrnehmung der meisten Menschen wird die Beziehung der Bienen zu ihrer belebten Mitwelt reduziert auf ihre enge direkte Verbindung zu den Blütenpflanzen und auf die Bedrohung durch Krankheitserreger und Parasiten. Mehr zu wissen erscheint auf den ersten Blick auch unnötig für die Einschätzung der Bedeutung der Bienen für die Landwirtschaft und für imkerliches Grundwissen.

Hält man sich jedoch vor Augen, dass die natürliche Welt unserer Honigbienen der Wald und die natürliche Behausung in der Regel hohle Bäume sind, die selbst wiederum eigene kleine Ökosysteme bilden, wird schnell klar, dass es lohnt, sich mit der gesamten Vielfalt der Bienenbiologie auseinanderzusetzen. Ein Studium der Beziehungsvielfalt der Bienen zu anderen Lebewesen lohnt sich. Nicht nur, um akademisches Wissen zu vermehren, sondern auch für die Suche nach Aspekten, die für die praktische Bienenhaltung nützlich sein könnten.

Der Bücherskorpion ist ein wunderbares Beispiel für die (Wieder-) Entdeckung eines Bienennützlings, dem es durchaus gelingen kann, in der Bienenhaltung als Verbündeter im Kampf gegen die Varroa-Milbe und weiterer ungern gesehener Mitbewohner in Bienenstöcken wirksam zu werden. Das vorliegende Buch stellt diese Facette umfassend vor und bietet eine ausgezeichnete Basis für alle, die sich für diesen hochspannenden Ansatz einer biologischen Schädlingsbekämpfung interessieren.“

 

Zitat: Prof. Dr. Jürgen Tautz, HOBOS-Team, Universität Würzburg

 

Berichte zum Thema:

 

 NDR 12.12.2016: "Leben Bienen Überhaupt artgerecht?"

Bücherskorpion attakiert Varroamilben

3sat 14.05.2014: "Ein Skorpion gegen das Bienensterben"

Book Scorpion attacks varroa mites

Bücherskorpione Wikipedia

Bookscorpion and Torben Schiffer's research

 

Der Bücherskorpion

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Der Bücherskorpion gehört zu der Gruppe der Spinnentiere (Arachnida) und ist für den Menschen und für die Bienen vollkommen ungefährlich. Sie haben sich mit Hilfe des Menschen als Neozoen weltweit verbreitet und könnten daher auch weltweit in der Imkerei eingesetzt werden. Die Bücherskorpione fressen mit Vorliebe u.a. Milben, Läuse, Bienenläuse, Varroamilben, Wachsmottenlarven und Käferlarven. Allerdings sind die Bücherskorpione in einigen Ländern (so auch in Deutschland) bereits auf der Vorwarnliste für die rote Liste, der stark gefährdeten Tierarten und äußerst selten geworden. Sie verfügen über zwei recht lange Arme, an deren Ende sich jeweils eine Schere befindet. Diese ist gezahnt und besitzt einen endständigen langen Giftzahn, mit dessen Hilfe der Beute bereits beim Packen, Gift injiziert wird. An den Scheren befinden sich ebenfalls lange Tasthaare, mit denen er die Bewegungen kleinster Beutetiere wahrnehmen kann und sich auf diese Art und Weise auch in vollkommener Dunkelheit im Bienenstock zurecht findet. Bücherskorpione sind lichtscheue Spaltenbewohner. Um sie erfolgreich in einen Bienenstock einzusetzen, müssen Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden. Dort werden Nester zur Häutung und Fortpflanzung angelegt. Ein Bücherskorpion benötig vom Schlupf bis zur Geschlechtsreife 10-24 Monate und kann 4 Jahre alt werden.

Die Versuche der ersten Jahre, die Symbiose in moderne Beuten zu integrieren, welche nur geringfügig verändert wurden (einbringen von Spalten und Rückzugsmöglichkeiten), schlugen jedoch fehl. Es zeigte sich, dass eine Reihe weiterer Faktoren erforderlich sind, damit die Tiere erfolgreich integriert werden können. In der Handlungsanleitung werden diese Faktoren detailliert erläutert.

 

 

 

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