Grooming / Putzverhalten

Groomingforschung

 

Video: Grooming der Bienen (klick mich) Hinweis: Das Video startet erst nach ca. 20sek. Ladezeit.

 

Das die westlichen Honigbienen auch ein effektives Abwehrverhalten (das Grooming) gegen die Varroamilben zeigen können, ist kaum einem Imker bewusst. Dieses mag auch daran liegen, dass das Thema in den Bienenforschungsinstituten kaum Beachtung findet. Der Hamburger Biologe Torben Schiffer beschrieb dieses interessante Phänomenen jedoch bereits in seiner Staatsexamensarbeit, im Jahr 2008. Seither ist die Groomingforschung ein weiterer Kernforschungsbereich des Beenature-Projects. In diesem Jahr ist eine großangelegte und beispiellose Untersuchung an mehreren hundert Bienenvölkern geplant, bei der erstmalig das Groomingverhalten untersucht- und mit weiteren Eigenschaften des jeweiligen Volkes abgeglichen wird. Jeder Imker kann aber auch problemlos den Groomingfaktor seiner Bienen selbst bestimmen:

Varroakontrolle / Grooming

Um das Abwehrverhalten eines Bienenvolks gegen die Varroamilben zu untersuchen, benötigt man eine Stereolupe mit mindestens 20 -facher Vergrößerung. Die heruntergefallenen Milben, werden mit einem Pinsel aus dem Schieber entnommen und unter der Lupe betrachtet. Wichtig hierbei ist, dass diese Untersuchungen mit frisch heruntergefallenen Varroamilben durchgeführt werden, da sich ansonsten Fraßspuren (durch Gemüllverwerter wie Wachsmottenlarven) an den Milben finden lassen. Eine genaue Analyse ist dann nicht mehr möglich. Schließlich wird untersucht, wie viele der Milben abgebissene Gliedmaßen haben und welche Anzahl scheinbar unversehrt ist. Die Zahlen werden dann ins Verhältnis gesetzt und der Grooming-Faktor ausgerechnet. Bisher gilt die Anzahl von fünf gefallenen Milben pro Tag als Schadgrenze. Diese pauschale Aussage hat jedoch bei genauer Betrachtung kaum eine Aussagekraft, denn die von Bienen getöteten Milben müssen vom natürlichen Milbenfall abgezogen werden. Wenn also im Durchschnitt zehn Milben pro Tag fallen und sechs davon Verletzungen aufweisen, dann ist die Schadgrenze nicht erreicht. Wir empfehlen daher jedem Imker sprichwörtlich “genau hinzusehen“, bevor eine Entscheidung über Gegenmaßnahmen getroffen wird.

Bilder unten: Typische Groomingverletzungen der Varroamilben

Hinweis: Webseite im Aufbau - dieses Thema wird in den kommenden Tagen weiter ausgeführt.